Sie sind hier: Startseite » Forstausschuss informiert sich vor Ort über die Zukunft des Stadtwaldes Arnstein
Bei wechselhaftem Wetter traf sich der neu aufgestellte Forstwirtschafts, Umwelt- und Energieausschuss der Stadt Arnstein am 11. Juni zu einem Waldbegang im Stadtwald bei Halsheim. Neben den Ausschussmitgliedern nahmen auch die Jagdpächter sowie Vertreter des Jagdvorstandes an der Exkursion teil. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen in der Waldbewirtschaftung sowie Maßnahmen zur Sicherung eines zukunftsfähigen und klimaresilienten Stadtwaldes.
Forstbetriebsleiter Phillip Theobald erläuterte den Teilnehmern die Bedeutung der sogenannten forstlichen Weiserzäune. Diese dienen dazu, den Einfluss des Wildverbisses auf die natürliche Waldverjüngung sichtbar zu machen. Durch den direkten Vergleich von geschützten und ungeschützten Flächen können wertvolle Rückschlüsse auf die Entwicklung junger Bäume gezogen werden. Die Teilnehmer erhielten dabei einen anschaulichen Einblick in die Herausforderungen und Chancen einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung.
Ein weiterer Schwerpunkt des Waldbegangs lag auf der Förderung der Eiche. Theobald erklärte die langfristige Strategie der Forstverwaltung, junge Eichenbestände konsequent zu pflegen und Schritt für Schritt bis in den Altbestand zu überführen. Gerade die Eiche gilt als wichtige Baumart für die zukünftige Entwicklung der heimischen Wälder, da sie vergleichsweise gut mit den Herausforderungen des Klimawandels umgehen kann.
Bürgermeister Franz-Josef Sauer zeigte sich erfreut über die Entwicklung des Stadtwaldes und betonte die Bedeutung einer nachhaltigen Bewirtschaftung. Der Stadtwald erfülle wichtige Funktionen als Lebensraum, Erholungsgebiet und Rohstofflieferant und müsse deshalb langfristig und verantwortungsvoll gepflegt werden.
Auch die Ausschussmitglieder nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch mit den Vertretern der Forstverwaltung und der Jagd. Dabei wurde deutlich, dass die erfolgreiche Entwicklung des Waldes nur durch das Zusammenspiel aller Beteiligten möglich ist.
Im Rahmen des Waldbegangs informierte Theobald zudem über die wichtige Arbeit von Frau Lissi Lutz, die die Verwaltungsaufgaben des Forstbetriebs übernimmt und den Betriebsleiter unterstützt. Als Dank für die stets gute Zusammenarbeit überreichte er ihr vor den Teilnehmern einen Geschenkkorb mit Wild-Produkten.
Der Waldbegang machte deutlich, wie vielfältig die Aufgaben einer modernen Forstverwaltung sind. Die vorgestellten Maßnahmen zur Waldverjüngung, zur Förderung der Eiche sowie zur Beobachtung des Wildverbisses durch Weiserzäune zeigen den langfristigen Ansatz, mit dem die Stadt Arnstein ihren Wald für zukünftige Herausforderungen aufstellt. Der Austausch zwischen Forstverwaltung, Jagd und den kommunalen Gremien bot dabei eine gute Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen vor Ort nachzuvollziehen und gemeinsame Ziele für die weitere Waldentwicklung zu diskutieren.
Am Ende des Waldbegangs berichtete der Städt. Fachplaner für Wasser, Abwasser und Tiefbau, Christian Dehmer über die Stromleitungen und Windvorrangflächen in der Halsheimer Flur.
Foto: Lissi Lutz, Stadt Arnstein
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